Es gibt Begegnungen im Leben, die ebenso unerwartet wie rar gesät sind, auf irgendeine Weise ganz besonders. Plötzlich ist dort jemand, der einen innehalten, aufhorchen und den Blick heben lässt - aus welchem Grund auch immer, irgendetwas, das einen berührt. Ein interessantes Gespräch, eine außergewöhnliche Situation, manchmal auch nur eine kurzer, flüchtiger Augenblick, strahlend wie eine Sonnenblume.


(Bild unter Lizenz von 123rf.com)

Ich habe einen Punkt in meinem Leben erreicht, an dem ich Begegnungen anders leben möchte. Früher, als ich jung und dumm war - und das ist noch gar nicht so lange her (naja, vielleicht war ich einfach auch nur ein wenig schüchtern und mit falscher Scheu besetzt) -, da hätte ich mich sowas nie getraut. Aber warum denn nicht? Warum nicht einfach mal ausdrücklich ein Kompliment aussprechen?! Oder Mitgefühl?! Oder Achtung?! Was immer es sei. Das Leben rast so schnell dahin, und flüchtige Begegnungen zischen häufig wie ein Schnellzug an einem vorüber - und sind dann weg für immer.

Einer meiner Postkartentexte, den ich für die Grafikwerkstatt Bielefeld geschrieben habe, lautet wie folgt: "Je mehr Menschen uns in unserem Leben begegnen, desto wertvoller werden die wenigen, die uns in unserem Herzen wirklich nahe sind."

Nicht in die Augen schauen - sondern durch die Augen die Seele erkennen...

Danke, dass ich dich kennenlernen durfte. Falls du mir schreiben möchtest, nur zu. Ich würde mich freuen: reinhard@staupe.com


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